COMMUNIQUÉ 8.MRZ UNITE 2026

Kapitalismus heisst Krieg! Feministisch, militant gegen den Feind im eigenen Land. Anlässlich dem diesjährigen 8. März, dem feminstischen/ Frauenkampftag, haben wir uns heute wiedereinmal im Herzen der Bestie, auf dem Paradeplatz versammelt. Wir waren viele! Fast 10 000 FLINTAs haben laut, selbstbestimmt und militant ihre Wut auf die Strassen getragen.

Mit einer anfänglicher Performance auf dem Paradeplatz haben wir auf die Komplizenschaft der Schweiz in den zahlreichen Kriegen und Genoziden auf dieser Welt aufmerksam gemacht. Diese setzt sich durch Waffen oder Kapitalexporte aber auch Kürzungen im Sozialwesen für höheres Militärbudget zusammen. Im Krieg sind sexualisierte Gewalt, Feminizide und Entrechtung gezielte Waffen der Unterdrückung. Frauen und queere Personen der Arbeiter:innenklasse tragen weltweit die Hauptlast imperialistischer Kriege. Doch wir wissen auch das wir die Macht haben eine neue Welt zu schaffen. Kollektiv haben wir Kapital, Krieg und Aufrüsung wortwörtlich zerschlagen. Heraus kam eine selbstbestimmte Demo!

Wir sind losgezogen und haben auf dem Platz ein riesiges Jin Jiyan Azadi hinterlassen. Zusammen haben wir gesungen: «ihr wüssed mir sind gföhrlich drumm stelled ihr viel bulle». Mit Gummischrot, Pfefferspray, Gitterwägen und Wasserwerfer wollten uns die Bullen in Schach halten, doch das ist ihnen nicht gelungen. Wir waren frech und haben uns immer wieder selbstbestimmt durch die Strassen von Zürich bewegt. Das grosse Bullenaufgebot wird uns niemals davon abhalten, unsere politische Perspektive zu formulieren und für eine gerechte Zukunft für Alle zu kämpfen.

«O li o li o la, doch mir nämed ois die Strass» haben wir weitergesungen und dies auch direkt in Taten umgesetzt. Für uns ist klar, feministsich Kämpfen bedeutet die Kriegstreiber*innen hier anzugreifen. Das haben wir heute gemacht. Mit Sprays und farbigen Flaschen sind wir durch Zürich gezogen. Kriegstreiber wie die UBS wurden markiert und andere Profiteure wissen morgen auch von unserem Besuch.


Die grossen schönen Scheiben von Tamedia wurden Rot eingefärbt. Noch immer verharmolsen schweizer Medien patriarchale Gewalt, die imperialistischen Kriege der USA und ihrer Komplizen. Auch haben wir das Bezirksgericht markiert. Die rote Farbe auf dem Boden steht für das Blut von Frauen, das jedes Jahr vergossen werden muss, ohne dass die Täter je bestraft werden. Für uns ist klar, wir können uns nicht auf den Justizapparat verlassen. Darum gründen wir unsere eigenen Banden, wir schauen solidarisch aufeinander und kämpfen weiter. Über den 8. März hinaus.

Unser Kampf ist nicht nur hier in Zürich. Wir stehen in Solidarität mit allen kämpfenden FLINTAs auf dieser Erde. Egal ob in Rojava, im Iran, in der Westsahara, in Palästina, auf den Philipinen, in Kuba, im Sudan oder in Chiapas: unser Kampf ist der Gleiche:
JIN JIYAN AZADI!

Demoaufruf zum internationalen feministischen Kampftag 2026 am Sa. 7. März

Kapitalismus heisst Krieg

Krieg ist kein Ausnahmezustand, er ist Teil der kapitalistischen Weltordnung.
Diese globale Ordnung ist am Wanken. Die jahrzehntelange Hegemonie der USA wird durch China herausgefordert, neue Machtblöcke formieren sich, alte Bündnisse zerfallen. Was als «Zeitenwende» verkauft wird, ist Ausdruck einer tiefen wiederkehrenden Krise des Kapitals. Was sich in Venezuela anfangs Januar gezeigt hat, zeigt sich im Genozid in Palästina und dem (Stellvertreter-)Krieg in der Ukraine schon lange; imperiale Staaten konkurrieren um Ressourcen, Handelswege und Einflusszonen. Diese Konkurrenz wird mit Aufrüstung und offener militärischer Gewalt ausgetragen.

Krieg ist die Fortsetzung kapitalistischer Politik mit anderen Mitteln.
In Phasen struktureller Krisen sucht das Kapital nach neuen Wegen, um weiterhin Profite zu sichern. Während nach aussen imperiale Expansion angestrebt wird, werden im Inneren autoritärer Staatsumbau, Militarisierung und der Aufstieg faschistischer Kräfte zum Mittel des Machterhalts. Wo Ausbeutung nicht mehr reibungslos funktioniert, wird sie mit Repression, Nationalismus und Gewalt abgesichert. Der aktuelle Aufstieg faschistischer Ideologien ist dabei, wie immer, antifeministisch und tritt als ideologische Antwort auf Krisen auf.

In Krisenzeiten wird patriarchale Unterdrückung gezielt verschärft.
Kapitalismus und Krieg sind auf die Kontrolle über Körper, Reproduktion und die damit einhergehende unentlohnte und schlecht bezahlte Arbeit angewiesen. Im Krieg sind sexualisierte Gewalt, Feminizide und Entrechtung gezielte Waffen der Unterdrückung. Frauen und queere Personen der Arbeiter:innenklasse tragen weltweit die Hauptlast imperialistischer Kriege.

Geraten Profite unter Druck, werden patriarchale Geschlechterverhältnisse gewaltsam stabilisiert. Die alte Alternative stellt sich erneut mit brutaler Klarheit:«Sozialismus oder Barbarei.»

Gegen den Feind im eigenen Land

Sich gegen Krieg zu stellen heisst, die Kriegstreiber:innen und Profiteure hier anzugreifen.
Hier in der Schweiz.
Wir leben in einem Staat, der sich neutral nennt, aber Kriege mitfinanziert, absichert und politisch mitträgt. Der Krieg nach aussen wird von einem Krieg nach innen begleitet: Durch Sparprogramme, durch härtere Arbeitsbedingungen, durch tödliche Grenz- und Asylregime, durch Mobilmachung und nationalistische Kriegspropaganda. Es wird aufgerüstet und eingespart – und all dies auf dem Nacken von uns, der Arbeiter:innenklasse.
Gleichzeitig sind wir es, die den Laden am Laufen halten: in der Pflege, in der Betreuung, in Kitas, Schulen und Spitälern.Diese Kriege sind nicht unsere Kriege. Es sind die Kriege der Herrschenden – dagegen kämpfen wir.

Feministisch Militant

Sich gegen Krieg zu stellen war schon immer ein feministisches Anliegen.
Schon lange bevor Kriege als «Zeitenwenden» bezeichnet wurden, organisierten sich Frauen gegen Militarismus, Nationalismus und patriarchale Gewalt. 1915, an der internationalen Konferenz “sozialistischer Frauen gegen den Krieg” in der Schweiz, endete ihre Resolution mit der Parole: «Krieg dem Krieg!»

Daran knüpfen wir an.

Feministische Kämpfe gehören zu den stärksten sozialen Bewegungen der letzten Jahrzehnte. Sie haben Streiks organisiert, Gewalt sichtbar gemacht, Herrschaft angegriffen und konkrete Verbesserungen erkämpft. Von Ni Una Menos bis Jin, Jiyan, Azadî haben feministische Bewegungen gezeigt, dass Widerstand möglich ist – gegen patriarchale Gewalt, gegen staatliche Repression, gegen kapitalistische Ausbeutung.

Feminismus ist deshalb nicht nur Kritik am Krieg, sondern eine Antwort.
Eine kollektive Praxis gegen patriachale Gewalt, Ausbeutung und Unterdrückung. In Rojava sehen wir zurzeit wie die Stärke der Frauenrevolution das Bollwerk gegen Daesh (IS) und den türkischen

Faschismus ist. Unser Frieden bedeutet nicht die Rückkehr zur kapitalistischen Normalität und ihrer Ausbeutung. Unser Frieden bedeutet Befreiung für alle. Und solange wir nicht alle frei sind, kämpfen wir weiter – feministisch, militant und internationalistisch.
Weltweit – von Kurdistan bis Iran, von Palästina und der Westsahara bis in den Sudan, von Chiapas bis zu den Philippinen. Verbunden über Grenzen hinweg kämpfen wir gegen Kapital, Staat, koloniale Unterdrückung und Patriarchat.

Feministischer Widerstand heisst:
Kein Frieden mit diesem System.
Kein Feminismus ohne Antimilitarismus. Kein Antimilitarismus ohne Klassenkampf.

Heraus zum revolutionären feministischen Kampftag/Frauenkampftag am 7. März!

Kapitalismus heisst Krieg – feministisch, militant.
Gegen den Feind im eigenen Land.

Communiqué 2023

Communiqué 8. März Demo

Heute, am Samstag 11. März 2023, war ein kämpferischer und starker Tag für die feministische Bewegung! Über 2000 Frauen, Lesben, inter, trans, nonbinäre, agender und genderqueere Personen (FLINTAQ) haben sich die Strassen Zürichs genommen um gegen Kapital und Patriarchat zu demonstrieren.
Heute war ein Auftakt für den grossen Streik am 14. Juni, und es lässt sich nicht verleugnen, dass wir eine immense Kraft haben!

Nach mehreren Monaten der feministischen Revolution im Iran, den katastrophalen Erdbeben in Türkei und Syrien und ist die massive Zuspitzung der bereits existierenden Widersprüche und Missstände der kapitalistischen, rassistischen und patriarchalen Gesellschaft noch deutlicher geworden: Das Elend wird grösser, reaktionäre und faschistische Tendenzen weltweit nehmen zu, denen starker Widerstand entgegen kommt. An die kämpfenden Frauen und queeren Personen weltweit – ob im Iran, Rojava, den Philippinen, in Indien und Argentinien, Mexiko, Peru, und überall: Unsere Solidarität ist grenzenlos, denn wir führen einen gemeinsamen Kampf!

Was uns schon lange bewusst war, hat sich in der momentanen Krise deutlicher denn je gezeigt: Wir – FLINTAQ – auf der ganzen Welt sind es, die dieses System zerreissen können und zerreissen werden. Wir sind es, die diesem System Angst machen! Dies weiss auch der schweizer Staat – die Polizeipräsenz war auch heute wieder massiv. Trotz Grossaufgebot der Bullen, mit ihrem gesamten Arsenal an Gitterwägen und zwei Wasserwerfern, liessen wir uns nicht einschüchtern und haben unseren Widerstand direkt in das Zentrum des Kapitals getragen. Schlussendlich ist ihre Repression ein Zeichen ihrer Angst, denn sie haben nur Barabarei zu bieten. Dagegen steht unsere Stärke als Wegweiser für eine solidarische Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung.

Der Besammlungsplatz Münsterhof war berstend voll. Internationalistische Fahnen, speziell der kurdischen Frauenrevolution, wehten über der Demo, und nach einigen Reden und Performances machten wir uns auf den Weg. Es gab verschiedene Blöcke – von einem queerfeministischen Block, dem des feministischen Streikkollektivs, einem Block für die Iranische Revolution und der kurdischen Bewegung, zeigt sich unsere Einheit in der Vielfalt.
Unser Weg wurde immer wieder blockiert von Wasserwerfern und Gitterwägen, unserer Stimmung tat dies aber keinen Abbruch, im Gegenteil! Wir fanden unsere Wege und hielten sie auf Trab, ganz im Sinne von: Aufruhr, Widerstand, es gibt kein ruhiges Hinterland! Mit unzähligen Reden, kämpferischen Parolen, Verschönerungsaktionen, mitreissenden Liedern und einem gezielten Angriff aufs Bezirksgericht haben wir unserer Widerstandskraft Ausdruck verliehen. Zum Schluss auf dem Ni Una Menos Platz gab es noch ein kleines Konzert der proletarischen Singgruppe Zürich, bei dem viele Menschen mitsangen.

Der heutige Tag hat einmal mehr gezeigt: Wir sind viele, und wir sind nicht aufzuhalten! Auf, zum 1. Mai, zum 14. Juni, und zu jedem anderen Kampftag. 8. März ist alle Tage – wir kommen wieder, keine Frage!

Und morgen alle auf nach Basel!

Jin Jyian Azadi!

Für eine feministische Gegenmacht:

Feministisch organisieren – revolutionär kämpfen!