MAIL AKTION AM 8. MÄRZ

Missachtete Gesundheitsbedürfnisse geflüchteter Menschen:
Gib deinen/einen Namen und E-Mail ein und drücke auf Abschicken!
Folgendes Mail wird dann an die Verantwortlichen Menschen im SEM gesendet:

Ich schreibe Ihnen als geflüchtete Frau und im Namen aller geflüchteten Frauen. Und ich will Ihnen von den Lagern erzählen, in denen wir seit Beginn der Pandemie noch immer leben müssen.  

Der schweizerische Staat hat jede und jeden im Land dazu aufgerufen zuhause zu bleiben und sich oft die Hände zu waschen und zu desinfizieren. Wir hingegen waren gezwungen in überfüllten Zimmern in Asyllagern zu leben. Und in einigen Lagern hatten wir nicht einmal Flüssigseife. Wir waren und sind gezwungen mit infizierten Menschen zusammenzuleben, die nicht in Quarantäne genommen oder isoliert wurden. Hingegen ist es die Verantwortung der Verwaltungsangestellten der Lager dafür zu sorgen, dass genügend Desinfektionsmittel, Reinigungsutensilien, Quarantänezimmer und gesundes und nahrhaftes Essen zur Verfügung stehen. Ab dem Zeitpunkt der Beantragung von Asyl bis zur Erlangung einer Aufenthaltsbewilligung sind wir wohl oder übel gezwungen, uns in Abhängigkeit des Staates zu begeben. Und deshalb ist es dessen Verantwortung, unsere Gesundheit zu garantieren. Alle Verantwortlichen, die ihrer diesbezüglichen Verantwortung während der Pandemie nicht nachgekommen sind, müssen Rechenschaft vor dem Gesetz ablegen. Im Vergleich zu Männern sind wir Frauen viel stärker von der Isolation in Lagern betroffen. Während sie sich freier als wir bewegen können, sind wir gezwungen in den Lagern zu bleiben und uns um die Kinder und ihre Bedürfnisse zu kümmern. Deshalb ist das Lager als Lebensraum für uns Frauen von grösster Bedeutung. Wir wollen, dass die Lager den allgemeinen  Gesundheitsbedürfnissen der Bewohner*innen entsprechend, sauber und lebenswert eingerichtet werden. 

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Nennen Sie es beim Namen: Femizid!
Gib deinen/einen Namen und E-Mail ein und drücke auf Abschicken!
Folgendes Mail wird dann an die Medien geschickt!

Guten Tag
 
Anlässlich des diesjährigen Internationalen feministischen Kampftages vom 8. März fragen wir Medienschaffende mit Nachdruck:
 
Ist Medienschaffenden in der Schweiz der Begriff Femizid geläufig? Wenn ja, was hindert sie daran, diesen Begriff zu verwenden?
 
Für den Fall, dass Sie von diesem Begriff noch nie gehört haben…
…möchten wir gerne die Gelegenheit nutzen und Ihnen erklären, warum Femizid die richtige Bezeichnung für das ist, was Sie in der Regel mit „Schwerverletzte Frau stirbt in XY“, „Frau stirbt nach einem Streit“ oder „Beziehungsdelikt“ umschreiben. All diese Beispiele machen den Täter unsichtbar, verharmlosen den Mord oder implizieren gar eine Mitschuld der ermordeten Frauen.
 
In der Schweiz wird alle zwei Wochen eine Frau von einem männlichen Familienangehörigen oder ihrem (Ex-)Partnern getötet. Weltweit sind es täglich 137 Frauen. FLINT (Frauen, Lesben, Inter, nonbinäre und trans Menschen) werden ermordet, weil sie FLINT sind. Mit dem Begriff Femizid zeigen Sie, dass Ermordungen von FLINT keine Einzelfälle sind, sondern System haben. Das System heisst kapitalistisches, rassistisches Patriarchat.
 
Darum sagen Sie es: Femizid! Schreiben Sie es: Femizid!
 
Für den Fall, dass Sie den Begriff kennen, aber bewusst vermeiden…
…Ihre Medien brauchen Clicks und Aufmerksamkeit; und das ist bereits Teil des Problems. Sie wollen die Aufmerksamkeit der Lesenden mit ihren dramatisierenden Bildern und Schilderungen bei Femiziden auf sich lenken. Frauen und ihre Körper sind für sie verwertbar, wenn sie sie ausschlachten können. Ihnen sagen wir: Die Geschichten von Frauen sind kein öffentliches Gut.
 
Mit Ihren Berichterstattungen machen Sie sich einer patriarchalen Kompliz’innenschaft mitschuldig. Wenn Sie Femizide nicht benennen, verharmlosen und normalisieren Sie die Gewalt und Tötung von Frauen. Wenn Sie nie das patriarchale System benennen, aufgrund dessen Frauen leiden, dafür aber Nationalitäten von Tätern, spricht Ihre Unwissenheit und ihr Rassismus Bände.
Wir fordern Sie auf: Übernehmen Sie Verantwortung für Ihre Berichterstattung. Sprache schafft Wirklichkeit. Wenn Sie opfersensibel statt täterfokussiert berichten, leisten Sie Präventionsarbeit.
 
Übernehmen Sie Verantwortung, und sagen Sie es: Femizid!
Schreiben Sie es: Femizid!
 
Unter dem folgenden Link finden Sie einen journalistischen Leitfaden, den das Rechercheprojekt von stopfemizid.ch zur Verfügung stellt und wir Ihnen wärmstens empfehlen können:  
 
https://www.stopfemizid.ch/deutsch#de2  
 
Wir vertrauen darauf, dass der Widerstand in Ihren eigenen Reihen wächst. Dass sich immer mehr Journalist’innen gegen solch voyeuristische Berichterstattung wenden. Dass sie sich an die ethische Verpflichtung ihrer Arbeit erinnern.
 
Wir sind hier, wir sind viele. Und wir haben genug. Journalist’innen, die ebenfalls genug haben, oder uns von ihren Erlebnissen in der klick-süchtigen Branche erzählen wollen, sind im Feministischen Streikkollektiv Zürich jederzeit herzlich willkommen.
 
Für weitere Fragen können Sie uns gerne unter: niunamenos@streikhaus.ch erreichen.
 
Feministische Grüsse,
NiUnaMenos Zürich

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#Kinderbetreuung am Limit
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Folgendes Mail wird dann an die Verantwortlichen geschickt!

Geprägt von der bürgerlichen Vorstellung der Frau als Verantwortliche für Haushalt, Kinder und pflegebedürftige Angehörige leiden wir als Care-Arbeiter*innen unter miserablen Arbeitsbedingungen. Das erscheint besonders paradox, da gerade diese Care-Berufe erst kürzlich offiziell als «systemrelevant» bestätigt wurden. Wirtschaft und Gesellschaft versagen ohne unser Engagement.
 
Dennoch haben wir in den Horten und Tagesschulen mit völlig unpassenden Betreuungsschlüsseln (zu viele Kinder auf wenige Fachpersonen) zu kämpfen, zusätzlich werden in den Tagesschulen immer mehr Unausgebildete eingestellt. Die Kindergruppen bestehen gerade in den Tagesschulen häufig aus 100 Kindern und mehr. Diese Kinder sind teilweise gerade erst in die 1. Klasse eingetreten. Die räumlichen Bedingungen sind enorm beengt. An Ruhe und Erholung ist dabei für die Kinder nicht zu denken, im Gegenteil. Der Lärmpegel ist oft unerträglich hoch und löst nachweislich Stress aus. Diese Bedingungen sind für viele Kinder und das Personal enorm belastend. Pädagogische Arbeit kann da kaum noch geleistet werden. Die Bedürfnisse der Kinder und des Personals leiden unter der Sparpolitik unserer Regierung.
Wir fordern Politik und Gesellschaft auf, jetzt Verantwortung zu übernehmen und der schulergänzenden Kinderbetreuung die Ressourcen zur Verfügung zu stellen, die sie braucht! Tagesschulen leisten einen wichtigen Beitrag zur Chancengerechtigkeit – aber nur wenn ihr genügend Mittel zur Verfügung stehen! Deswegen fordern wir Anerkennung für unsere Arbeit in Form von angemessenen Ressourcen – auch für eine hohe Betreuungsqualität!
 
Weil Kinder unsere Zukunft sind.
trotzphase.ch

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Horte & Tagesschulen
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Folgendes Mail wird dann an die Verantwortlichen geschickt!

Zum Anlass des internationalen feministischen Kampftages wenden wir uns an Sie, da wir Kinderbetreuer*innen am Limit sind. Kinderbetreuung ist als feminisierte Tätigkeit stark von Abwertung betroffen, denn sie wird als eine traditionell weibliche Aufgabe wahrgenommen. Geprägt von der bürgerlichen Vorstellung der Frau als Verantwortliche für Haushalt, Kinder und pflegebedürftige Angehörige leiden wir als Care-Arbeiter*innen unter miserablen Arbeitsbedingungen. Das erscheint besonders paradox, da gerade diese Care-Berufe erst kürzlich offiziell als «systemrelevant» bestätigt wurden. Wirtschaft und Gesellschaft versagen ohne unser Engagement.
 
Dennoch haben wir in den Kitas mit völlig unpassenden Betreuungsschlüsseln (1 Fachperson und 1 Praktikant*in auf 12 Kinder) zu kämpfen, die (oft minderjährigen) Praktikant*innen müssen demnach volle Verantwortung übernehmen für das Wohlergehen von vielen Kleinkindern. Daneben fallen etliche weitere Aufgaben an (Büro, Hausarbeit, Elternkontakt, Ausbildungsaneitung, etc.), häufig ohne extra Ressourcen dafür. Personalausfälle werden meist nicht ersetzt – ein Burnout mit 25 Jahren ist keine Seltenheit als Fachperson Betreuung. Folglich haben wir heute akuten Personalmangel.
 
Schlussendlich entstehen auch für die Kinder stark belastende Situationen. Das Personal hat keine Chance ihnen gerecht zu werden und wechselt ständig. Diese Praxis widerspricht diametral den Forschungsergebnissen zur Frühen Kindheit und dem Wert der frühen Bildung für die Gesellschaft. Die Wissenschaft betont längst die Bedeutung einer qualitativen, umfassenden und kostenlosen Betreuung im frühkindlichen Bereich. Ein Grossteil der Kosten muss heute von den Eltern abgedeckt werden, was wiederum die familiären Strukturen belastet, worunter nachweislich vor allem die Frauen in den Kleinfamilien leiden.
 
SO GEHT’S NICHT WEITER!
 
Wir fordern Politik und Gesellschaft auf, jetzt Verantwortung zu übernehmen und die familienergänzende Kinderbetreuung ins öffentliche Bildungssystem zu integrieren. Damit sollen Eltern entlastet, Ressourcen gestellt und einheitliche Standards eingeführt werden.
 
Weil Kinder unsere Zukunft sind.
trotzphase.ch

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Untragbare Situation im Gesundheitswesen!
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Folgendes Mail wird dann an die Gesundheitsdirektion geschickt:

Anlässlich zum 8. März des internationalen feministischen Kampftages, tragen wir unsere Wut an euch, um auf die Missstände im Gesundheitswesen hinzuweisen – Wir sind am Limit!
 
Trotz sogenannter systemrelevanter Arbeit verdienen Pflegekräfte in der Schweiz unterdurchschnittlich. Dabei wird uns immer noch von euch weisgemacht, die Politik wolle ihre wirtschaftlichen Interessen nicht über die Gesundheit der Bevölkerung stellen. Während ihr uns das immer wieder sagt, wird das Gesundheitswesen stetig ökonomisierter/privatisierter. In diesem Gesundheitswesen, das auf Profit aus ist, haben verbesserte Arbeitsbedingungen keinen Platz. Durch die Privatisierung der Spitäler in den 1980er Jahren und die Einführung der Fallpauschalen SwissDRG 2012 kam es zu Personalabbau, Spitalschliessungen und Arbeitsintensivierung. Das aktuelle Krisenmanagement des Bundesrates hat nichts mit guter Medizin zu tun, darum fordern wir ein Ende von diesem ökonomisierten Gesundheitswesen.
 
‼ Gegen die Ökonomisierung der Spitäler ‼  
 
Wir fordern das, was eine Gesundheitsdirektorin, die sich tatsächlich um Gesundheit kümmert, schon seit Jahren fordern sollte: mehr Personal, ein besseren Betreuungsschlüssel, kürzere Arbeitsschichten, 40-Stunden-Woche, fairer Lohn und die Abschaffung der DRG!
 

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Stadtpolizei Zürich
Hier musst du nur auf Abschicken drücken!
Folgendes Mail wird dann an die Verantwortlichen geschickt!

Der 8.März gilt international als feministischer Kampftag und seit mehreren Jahrzehnten wird sich anlässlich dieses Tages in Zürich am Samstag die Strasse genommen. Seit Jahren stellt ihr euch uns in den Weg und versucht zu verhindern, dass wir uns mit unseren Anliegen Raum in der Stadt Zürich bekommen – doch dies vergeblich! Auch in diesem Jahr haben wir in Zürich anlässlich zum 8.März unsere Wut auf die Strasse getragen. Als 8mrzunite organisierten wir eine Demonstration sowie einen Politparcours und ihr habt euch dazu entschieden uns gewaltvoll zu begegnen.
Schon bevor der Politparcours startete, habt ihr versucht uns an verschiedenen Orten mit euren Robocops einzuschüchtern. Gleichzeitig habt ihr den ganzen Tag Passant*innen auf dem Hechtplatz beim Einkaufen gefilmt, weil ihr dachtet wir werden uns dort noch versammeln – wie peinlich!
Als unser Programm dann mit dem Politparcours startete, habt ihr alles daran gesetzt dies zu verhindern. Der Politparcours wurde dezentral im freien mit Maskenpflicht und mit einer Personenbeschränkung von 15 Personen pro Posten von uns aufgestellt. In jedem Mobilisationstext stand, dass sich Menschen auf dem Parcours nur in Kleingruppen bewegen sollen – Dies entspricht den Auflagen des BAGs! Trotzdem habt ihr alle Posten geräumt und Personen willkürlich verzeigt und weggewiesen.
Die geltenden Schutzmassnahmen als Vorwand zu nehmen, kaufen wir euch nicht ab, da ihr gleichzeitig Bartouren in der Langstrasse oder Shoppingexzesse in Einkaufsmeilen zu erlauben scheint. Ihr kriminalisiert unsere politische Bewegung, eure Handlungen zeigen eine klare politische Motivation – aber glaubt nicht, dass ihr uns mit Reizgas und Wegweisungen stoppen könnt!
Am späteren Nachmittag wurde unsere Wut erneut zu Widerstand und wir haben uns unter solidarischen Schutzmassnahmen versammelt. Mit voller Gewalt wolltet ihr uns am Loslaufen hindern. Mit Pfefferspray und Fäusten habt ihr uns angegriffen, habt unserer Transparente geklaut und Einzelpersonen brutal niedergeschlagen – aber wir lassen uns nicht von eurer Gewalt einschüchtern! Wir kämpfen weiter, bleiben widerständig und werden uns Jahr für Jahr die Strasse nehmen! Eure irre Repression schüchtert uns nicht ein – wir kommen wieder!

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